Moorsee - Weitere Angaben

Die Technik der Moorseer Mühle 

1840 wurde die Moorseer Mühle als Galeriehöllander Windmühle erbaut. Nach einem verheerenden Brand im Jahr 1903 wurde die Mühle - unter Verwendung von amerikanischem Pitchpineholz - neu errichtet. Die Mühle verfügt über zwei Mahlgänge, die beide ursprünglich durch Windkraft betrieben wurden. Einer der beiden Mahlgänge wurde ab 1908 zunächst mit Dampfkraft und seit 1929 mit einem Elektromotor betrieben. Mit dem Elektromotor können über Transmissionsriemen ebenfalls die Haferquetsche und die zwei Graupenschälmaschinen angetrieben werden. Ein Doppelwalzenstuhl, Mehl- und Getreidereinigungsmaschinen vervollständige die Mühlenmaschinerie. Alle Maschinen in der Moorseer Mühle sind betriebsbereit und werden regelmäßig im Betrieb vorgeführt.

Die Geschichte der Mühle

Moorsee ist seit über dreihundert Jahren Mühlenstandort. 1899 wurde die Mühle von Anton Gerhard Reinken gepachtet, der sie nach dem Brand 1903 erwarb. Seitdem ist die Mühle im Besitz der Familie Reinken. Der kombinierte Müllerei- und Bäckereibetrieb mit einer kleinen Landwirtschaft, einem Fuhrunternehmen und einer Schankwirtschaft florierte mit der Entwicklung der Industrie- und Hafenstadt Nordenham. 1977 wurde der Familienbetrieb aufgegeben. Im Jahr 2005 wurde die Moorseer Mühle umfassend saniert, so dass die Zukunft der Moorseer Mühle gesichert ist.

Die Wegbeschreibung zur Mühle


Folgen Sie der B 437 (von der A 29  über Varel kommend) in Richtung Wesertunnel, bleiben aber vorher auf der B 212 in Richtung Nordenham und biegen dann kurz davor nach Abbehausen ab. Besucher aus Richtung Bremen/Bremerhaven "tunneln"  die Weser und richten sich dann wie oben nach Nordenham.

Das Museum Moorseer Mühle (siehe auch im Internet: www.museum-moorseer-muehle.de)

Seit 1978 besteht das Museum Moorseer Mühle als Fachmuseum für regionale Mühlengeschichte und -technik in der Wesermarsch.
Das Gebäudeensemble mit der Moorseer Mühle, dem Wohnhaus des ehemaligen Müllers, den Stallgebäuden und den landwirtschaftlichen Nebengebäuden ist einmalig in Niedersachsen.

Das Museum ist ein Erlebnisort. Die Geschichte der Getreideverarbeitung von den Anfängen bis zur Technisierung der Landwirtschaft wird ebenso gezeigt, wie die Geschichte der Müllerei und der Mühlenlandschaft Wesermarsch.

Das Museum bietet ein abwechslungsreiches und spannendes Veranstaltungsprogramm, das verwandte Themen aufgreift und den Besuchern und Besucherinnen näher bringen möchte.

In der Sommersaison ist jeden Dienstag und Mittwoch Backtag in der historischen Schaubäckerei. Hier können Interessierte unter Anleitung selbst Teig zu Backwaren verarbeiten.

Traditionelles Handwerk, historische Landmaschinen und unser Lokomobil (eine fahrbare Dampfmaschine der Firma Heinrich Lanz, Mannheim von 1911) werden beim Großen Mühlenfest am letzten Wochenende im August vorgeführt.

Neuer wissenschaftlicher Mitarbeiter des Museums ist Herr Nils Meyer, M.A. Er ist unter der Mailadresse info@museeum-moorseer-muehle.de  zu erreichen.

Die Mühlengruppe erntet selbst jedes Jahr Getreide nach alter Väter Sitte von Hand, das dann beim Mühlenfest mit Hilfe des Lokomobils, einer Dampfmaschine (Baujahr 1911) und von Hand gedroschen wird.

Seit über 20 Jahren betreut die Mühlengruppe des Rüstringer Heimatbundes unter der Leitung von Hans-Gerd Gerdes das Museum Moorseer Mühle. Ein vielfältiges Jahresprogramm wird von unseren Ehrenamtlichen im und rund um das Museum verwirklicht:

Mahltage, Dampftage mit dem Lokomobil, Kinderaktion  "Vom Korn zum Brot", Backen, Getreideernte und Dreschfest, Mühlenfest, Pflege und Vorführung historischer Landmaschinen, Vorträge.

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