Wedelfeld - Weitere Angaben

Die Technik der Wedelfelder Mühle 

Der Erdholländer mit Steert in Neustadtgödens / Wedelfeld ist die einzige noch erhaltene voll funktionsfähige Wasserschöpfmühle im Landkreis Friesland. Die Kappe des mit Segelflügeln bestückten Erdholländers wird mit dem Steert in den Wind gekroit (gedreht). Die Segelflügel mit einer Fläche von 40 m²  treiben über Achsrad Bunkler, Königsspill mit Spillrad und Schraubenräder zwei archimedische Schrauben an. Durch Ein- und Ausrücken der Gänge können diese auch einzeln angetrieben werden. Die Förderleistung je Schraube beträgt ca. 20 m³/min, die Förderhöhe 0,7 m. Die von der Mühle abgedeckte Entwässerungsfläche umfasst 400 ha. Die Wasserschöpfmühle wird heute nur noch zur Demonstration der Entwässerung in Betrieb genommen, ist aber immer noch vollständig betriebsfähig.

Die Geschichte der Mühle

1844 ließ der Graf von Wedel zu Gödens die Wedelfelder Wasserschöpfmühle errichten. Im gleichen Jahr wurde die Mühle in Betrieb genommen. Auch heute ist die Mühle, seit nunmehr über 150 Jahren in gräflichem Besitz. Nach dem Schöpfwerksbau in Petershörn und Dangast stellte die Mühle 1962 ihren Betrieb ein. Im Jahre 1980 pachtete der Heimatverein Gödens-Sande e.V. *)  die Mühle, um sie zu erhalten. 1981 konnte die Wasserschöpfmühle erstmals wieder zu Demonstrationszwecken in Betrieb genommen werden.  Zunächst mussten aber nach der Neuverpachtung die Flügel und der Mühlensteert überholt, bzw. ausgetauscht werden. Auch in den folgenden Jahren wurden umfangreiche Renovierungs- arbeiten vom Heimatverein durchgeführt. 1983 wurde die archimedische Schraube ausgetauscht. In den Jahren 1986 bis 1989 waren die Kammräder und die kleine Schraube dran, 1990 das obere Tafel-Element, bis 1997 die Mühle eine neue Kappe erhielt. Zuletzt wurden 2001 neue Flügel eingebaut. Bei ausreichend starkem Wind kann die Entwässerung demonstriert werden.

*) Kontakt zum Heimatverein können Sie mit Frau Hilke Arnold, Paterei 2, 26452 Neustadtgödens, Tel. 04422-750 oder -4199 (Heimatmuseum) aufnehmen.

Die Wegbeschreibung zur Mühle

Verlassen Sie die A 29 an der Abfahrt Sande und folgen Sie der B 436 in Richtung Friedeburg. In Neustadtgödens von der Kreisstraße K 100 „Am Deich" in den Timpweg abbiegen und den blauen Hinweisschildern mit weißer Aufschrift folgen. An der ersten Abzweigung links abbiegen und dem Straßenverlauf geradeaus folgen. Schließlich sieht man die Mühle auf freiem Feld stehen. Ein Schotterweg versehen mit dem Hinweisschild „Wassermühle" führt zum Ziel.

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